Verloren oder Erkenntnis?

Ich sitze hier und lasse meinen Gedanken freien Lauf.
Sie entschweben zu entfernten Orten,
entfernten Zeiten.

Ich erinnere mich an die Vergangenheit und hänge ihr nach.
Nichts ist mehr wie es war,
wie es sein sollte.

Wir waren damals unbeschwert und wir waren frei.
Wir waren ineinander verliebt,
wir waren blind.

Nach außen waren wir das perfekte Paar und sind es noch.
Aber die Fassade beginnt zu bröckeln,
innerlich schon zerstört.

Wir lieben uns und wollen es retten.
Deine Hoffnung ist stark,
meine entschwindet.

Ich weiß nicht wie viel Zeit uns noch bleibt!

Verlust der Unschuld

Einst lebte eine schöne Prinzessin.
Sie lebte ohne Sorgen.
Doch dann kam ein Prinz daher.

Er entriss sie ihrem Paradies.
Sie lernte, was Liebe bedeutet,
sie lernte auch den Schmerz.

Doch nimmermehr lernt sie die Freiheit kennen,
die es bedeutet, ohne Sorgen zu leben.

Vor meinen Augen

Ich schließe meine Augen,
dein Gesicht erscheint vor mir.
Ich sehe es ganz genau.

Ich sehe deine Augen
Immer noch kann ich in ihnen versinken

Ich spüre deine Lippen.
Noch immer schmelze ich bei deinem Kuss dahin.

Ich höre deine Worte
Auch jetzt noch schenke ich ihnen Glauben.

Ich fühle deine Hände.
Ewig wird mein Körper durch sie brennen.

Ich öffne meine Augen,
das Gesicht des Arztes erscheint vor mir.

Ich sehe meine blauen Flecken ganz genau.

Warum Papi?

Es war Abend,
ich wollte friedlich mit meinem Teddy träumen.
Mich auf den nächsten Tag freuen.
Mein zehnter Geburtstag.

Du setztest Dich an mein Bett.
Du hättest eine überraschung für mich.
Ein Geschenk, etwas sehr Schönes.
Ich sollte Dir leise folgen.

Du gingst mit mir ins Bad.
Du drehtest den Schlssel um.
Deine Augen machten mir Angst.
Du sagtest, nun bekäme ich mein Geschenk.

Es tat unheimlich weh.
Ich wollte das Geschenk nicht.
War es Dir egal?
Wieso sahst Du meine Tränen nicht?

Ich wäre nun eine Frau.
Das wäre Dein Geschenk an mich.
Ich will keine Frau sein,
wenn Frau sein so weh tut.

An diesem Tag verlor ich meine Unschuld.
Ich verlor meine Kindheit.
Du bist doch mein Papi.
Wieso tatest Du mir so weh?

Du tatest mir immer wieder weh.
Ich wollte nicht Deine kleine Frau sein.
Du bist doch mein Papi.
Ich will Dich nicht enttäuschen.

Aber wieso tust Du mir immer wieder weh?
Wieso Papi?

missbraucht 410 53[1]

Dieses Gedicht entstand durch ein Buch was ich über Missbrauch las. Ich selbst hatte einen wundervollen Papa. Aber nicht jedes Kind ist damit gesegnet und darauf möchte ich hiermit hinweisen.

Wie oft noch?

Wie oft muss ich lügen, bis Du die Wahrheit erkennst?
Wie oft muss ich schweigen, bis Du mich verstehst?
Wie oft muss ich lachen, bis Du mein Weinen siehst?
Wie oft muss ich gehen, bis Du bei mir bleibst?

Wie oft noch?

Dank Dir

Ich lag am Boden
Spürte die Kälte der Tiefe
Den Schmerz des Alleinseins

Mein Innerstes zerbrochen in 1000 Scherben

So fandest du mich und nahmst dich meiner an.
Du hast mir geholfen aufzustehen.
Wieder gehen zu lernen.

Langsam verließ mich die Kälte.
Ich lernte wieder an mich zu glauben.
Der Hoffnung zu vertrauen.

Ich danke Dir,
dass Du mir geholfen hast,
mich wieder als Frau zu fühlen.

Erst dann…

Wenn die Sonne nur noch nachts scheint,
wenn die Uhren rückwärts laufen,
wenn das Wasser die Flüsse hochfließt,
wenn die Sonne sich um die Erde dreht,
wenn im Winter alle schwitzen,
wenn im Sommer alle frieren,
wenn die Pflanzen im Wasser verdorren,
wenn Fische nur noch an Land atmen können,
dann erst werde ich aufhören Dich zu lieben.

Denn dann hat sich alles geändert.

Gefühle der Liebe

Liebe,
ein Weg des Glücks,
eine Wiese des Wohlbefindens,
Sonnenstrahlen der Geborgenheit.
überall Lachen.

Liebe,
ein Weg des Schmerzes,
eine Gewitterwolke der Angst,
Bäume der Verzweiflung.
überall Tränen.

Liebe,
ein Beet der Hoffnung,
eine Blume des Vertrauens,
Vögel der Träume.
überall Freude.

Liebe,
ein Berg des Haltes,
ein Meer der Endlosigkeit,
Vulkane des Ertrinkens.
überall Feuer.

Kennst Du das?

Kennst Du das, wenn man denkt, dass man das Licht kennt und dann erfährt, dass es nur die Dunkelheit war?

Kennst Du das, wenn man überzeugt ist, dass man das Beste hat und dann bemerkt, dass das Beste erst noch auf einen zukam?

Kennst Du das, wenn Du der Meinung bist, dass Du nie wieder lieben wirst und dann fühlst, dass Du es doch wieder kannst und das mehr als je zuvor?

Ich liebe Dich mein Schatz.

Mantel des Schweigens

Gefangen bin ich von dem Mantel des Schweigens.

Wieso kann ich ihn nicht zerreißen?

Der Stoff ist aus festem Garn gewebt. Er ist so dick, dass ich nicht einmal hindurchschauen kann.
Außerhalb des Mantels höre ich Gelächter.
Menschen reden miteinander und haben Spaß.

Ich will zu Ihnen gehören.
Ich will den Mantel ablegen, doch ist er zu schwer. Ich schaffe es nicht allein.

Verzweifelt schreie ich um Hilfe.

Schreie mit allen Kräften, die ich noch habe.
Die Menschen lachen weiterhin und scheinen mich nicht zu hören.
Niemand eilt mir zu Hilfe.

Aber ich kann es ihnen nicht einmal verdenken.
Wie leicht könnten auch sie von dem Mantel verschlungen werden.
Ich beginne zu weinen.

Verzweifelt finde ich mich mit meiner Situation ab.
Niemals wieder werde ich Lachen können.

Da plötzlich erscheint eine Hand vor meinem Gesicht.
Ich klammere mich an Ihr fest.
Sie zieht mich hinaus ins Licht.

Endlich kann ich diese Dunkelheit verlassen.
Ich springe herum, lache und weine gleichzeitig.
Völliges Glück erfühlt mich.
Endlich bin ich dem dunklen Mantel entkommen.

Und das schaffte ich nur durch Deine Hilfe.
Ich danke Dir dafür.

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