Falsche Liebe

Ich liebte Dich,
doch für Dich war ich nur ein Spielzeug,
welches man auf ein Regal stellt und verstauben lässt,
wenn man damit nicht mehr spielen will
oder man wirft es weg, auf den Müll.

So wie Du es mit mir getan hast.

Mit einem schwarzen Lachen der Schadenfreude im Gesicht wurde ich aussortiert.

Habe ich das verdient?
Durftest Du mich so behandeln?

Ich schreie nach Hilfe, denn ich weiß, ich gehöre hier nicht hin.

Ich bin kein Müll.
Nicht so wie Du!

Fragen an Dich

Hast Du schon mal Schlößer auf Wolken gebaut?
Hast Du schon mal Träume aus Seifenblasen gebastelt?
Hast Du schon mal die Welt in rosa-rot getaucht?
Hast Du schon mal die Menschheit auf nur einen Menschen reduziert?

Nein?
Dan warst Du noch nie verliebt!

Hast Du schon mal heiße Tränen vergossen?
Hast Du schon mal die Leere der Seele gespürt?
Hast Du schon mal die Sinnlosigkeit der Existenz erlebt?
Hast Du schon mal die Wut der Verzweiflung gefühlt?

Nein?
Dann hast Du noch nie die Liebe verloren!

Gefährliche Still

Du hältst sie fest im Arm.
Kuschelst Dich an sie,
liebkost sie, wie eine Geliebte.
Ihre Ksse halten Dich gefangen.

Ich stehe da und beobachte Euch.
Was zieht Dich nur zu ihr?
Spürst Du ihre Kälte nicht?
Siehst Du nicht die Einsamkeit in die sie Dich treibt?
Fühlst Du nicht ihre Falschheit?

Ich reiche Dir die Hand.
Du musst sie nur greifen,
um Dich aus ihrer Umklammerung zu befreien.
Doch Du klammerst Dich nur enger an sie.
Meine Hand scheint Dich noch tiefer in ihr Gefängnis zu treiben.

Merkst Du nicht, dass Du nur ihr Sklave bist?
Die Stille hat keine Liebe für Dich!

Leere

Leere –
ein Gefühl.

Ein Gefühl ohne Farbe.
Ein Gefühl ohne Lachen.
Ein Gefühl ohne Sinn.

Liebe –
ein Gefühl.

Ein Gefühl voller Farben.
Ein Gefühl voller Freude.
Ein Gefühl mit Sinn.

Schmerz –
ein Gefühl.

Ein Gefühl mit Tränen.
Ein Gefühl was in Verbindung mit Liebe
Leere erzeugt.

Der Mann am Fenster

Er steht am Fenster –
schaut hinaus.
Schaut er hinaus oder mich an?

Was denkt er?
Wer ist er?
Ein magisches Band verbindet uns.

Ich weiß,
er beobachtet mich,
so wie ich ihn.
Ist alles nur Einbildung?

Noch steht er am Fenster,
aber irgendwann wird er gehen.
Und dann bin ich wieder allein.
Durch ihn wurde mein Schmerz der Einsamkeit für einige Zeit gelindert.

Danke fremder Mann am Fenster.
Danke.

Mein Leben

Ich mache einen Spaziergang durch mein Leben.

An einem See halte ich an.
Die Sonne scheint auf das schwarze Wasser.
Ich beobachte einen Fisch,
wie er vergnügt im See herumspringt.

Er springt immer höher und höher.
Diesmal landet er nicht im Wasser,
er sprang zu hoch.

Ich gehe zu ihm und werfe ihn zurück in das kühle Nass.
Das Wasser verfärbt sich blau und ich gehe erfreut weiter.
Ich höre den Fisch noch lange springen.

Ich gehe weiter durch mein Leben.

An einem Baum halte ich an.
Schwarze Wolken umgeben ihn.
Ich beobachte einen kleinen Vogel,
wie er fröhlich zwitschernd im Nest tollt.

Er tollt immer wilder und wilder.
Diesmal fiel er aus dem Nest,
er war zu wild.

Ich klettere den Baum hinauf und setze ihn zurück ins warme Nest.
Die Wolken werden weiß und ich gehe glücklich weiter.
Ich höre den Vogel noch lange zwitschern.

Ich gehe weiter durch mein Leben.

Ich gehe immer weiter.
Um mich herum wird es schwarze Nacht.
Ich beobachte mich selbst, wie ich glücklich weiterlaufe.

Ich laufe immer weiter und weiter.
Diesmal falle ich in eine Schlucht,
ich lief zu weit.

Keiner kommt zu mir und zieht mich heraus.
Es bleibt auf immer schwarze Nacht und ich kann nicht mehr weiter.

Ich höre mich noch lange schreien.
Warum hilft mir keiner????

Nicht wahrhaben

Ich sehe es mit meinen Augen und will es nicht wahrhaben.

Ich höre es mit meinen Ohren und will es dennoch nicht begreifen.

Ich spüre es in meinem Herzen an der Kälte Deiner Haut und will es nicht erkennen.

Ich fühle es mit meiner Haut und will es nicht akzeptieren.

Doch ich weiß, es ist anders, aber in meinem Herzen werden wir ewig zusammen sein.

Nie wieder

Nur einmal stach ich Dir ein Messer in den Rücken.
Ein einzig Mal.
Ich war ein Kind, ich wusste es nicht besser.
Hunderte Male habe ich mich entschuldigt.
Hunderte Male habe ich um Verzeihung gefleht.
Und Du hast mir verziehen – so sagtest Du.

Nun sind über 10 Jahre vergangen.
10 Jahre lang holte Dein Arm aus,
um mit einer unbeschreiblichen Wucht
in mich hinein zu stoßen.
Aber das reicht Dir noch nicht.
Nein – Du musst es noch drehen.
Immer und immer wieder.

Mein Innerstes wird zerrissen.
Unerbittlich drehst Du es immer wieder herum.
Genießt den Augenblick in denen ein roter Fluss meinen Körper verlässt.
Wieso habe ich es nicht kommen sehen?
Ein Boot segelt langsam den Fluss entlang.
Es hießt die Segel und gewinnt an Fahrt um sich unaufhaltsam immer weiter von mir zu entfernen.
Ich werde dieses kleine zerbrechliche Boot nie wieder sehen.
Aber den Bootsnamen werde ich nie vergessen.
Der Name war Vertrauen.

Schmerz der Liebe

Dich nicht sehen dürfen und es doch wollen.
Dich nicht spüren dürfen und es doch wollen.

Da spürt man den Schmerz der Liebe.

Mit Dir Zeit verbringen wollen und es nicht dürfen.
Deine Nähe spüren zu wollen und es nicht dürfen.
Dir meine Liebe zeigen wollen und es nicht dürfen.
Fr Dich da sein zu wollen und es nicht dürfen.

Da spürt man den Schmerz der Liebe.

Warten zu möchten auf Dich und es nicht können.
Verständnis haben für Dich und es nicht können.
Die Gefühle zu unterdrücken versuchen und es nicht können.
Alles ertragen für Dich und es nicht können.
Trotzdem durchzuhalten und nicht aufzugeben allein für Dich.

Da spürt man den Schmerz der Liebe.

Nicht aufzugeben sondern zu hoffen.
Nicht verzweifeln sondern in die Zukunft zu sehen.
Nicht sich abwenden sondern zusammenzuhalten.

Da zeigt sich die wahre Liebe.

Für einander da sein und gemeinsam den Weg gehen.
Sich nicht aus der Bahn werfen zu lassen.
Sich gegenseitig aufzufangen, wenn man fällt.
Sich helfen lassen und helfen.

Da zeigt sich die wahre Liebe.
Da beweist sich die wahre Liebe.
Da bewährt sich die wahre Liebe.

Ein Tag in meinem Leben

Heute Morgen sagtest Du: Guten morgen mein Schatz.
Heute Vormittag sagtest Du: Bei Dir fühl ich mich so wohl.
Heute Mittag sagtest Du: Ich liebe Dich mein Augenstern.
Heute Nachmittag sagtest Du: Du bist mein Glück.
Heute Abend sagtest Du: Ich will Dich niemals verlieren.

Und in der Nacht sprachst Du:
Es ist nicht so wie Du denkst.

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