Gefährliche Still

Du hältst sie fest im Arm.
Kuschelst Dich an sie,
liebkost sie, wie eine Geliebte.
Ihre Ksse halten Dich gefangen.

Ich stehe da und beobachte Euch.
Was zieht Dich nur zu ihr?
Spürst Du ihre Kälte nicht?
Siehst Du nicht die Einsamkeit in die sie Dich treibt?
Fühlst Du nicht ihre Falschheit?

Ich reiche Dir die Hand.
Du musst sie nur greifen,
um Dich aus ihrer Umklammerung zu befreien.
Doch Du klammerst Dich nur enger an sie.
Meine Hand scheint Dich noch tiefer in ihr Gefängnis zu treiben.

Merkst Du nicht, dass Du nur ihr Sklave bist?
Die Stille hat keine Liebe für Dich!

Leere

Leere –
ein Gefühl.

Ein Gefühl ohne Farbe.
Ein Gefühl ohne Lachen.
Ein Gefühl ohne Sinn.

Liebe –
ein Gefühl.

Ein Gefühl voller Farben.
Ein Gefühl voller Freude.
Ein Gefühl mit Sinn.

Schmerz –
ein Gefühl.

Ein Gefühl mit Tränen.
Ein Gefühl was in Verbindung mit Liebe
Leere erzeugt.

Der Mann am Fenster

Er steht am Fenster –
schaut hinaus.
Schaut er hinaus oder mich an?

Was denkt er?
Wer ist er?
Ein magisches Band verbindet uns.

Ich weiß,
er beobachtet mich,
so wie ich ihn.
Ist alles nur Einbildung?

Noch steht er am Fenster,
aber irgendwann wird er gehen.
Und dann bin ich wieder allein.
Durch ihn wurde mein Schmerz der Einsamkeit für einige Zeit gelindert.

Danke fremder Mann am Fenster.
Danke.

Mein Leben

Ich mache einen Spaziergang durch mein Leben.

An einem See halte ich an.
Die Sonne scheint auf das schwarze Wasser.
Ich beobachte einen Fisch,
wie er vergnügt im See herumspringt.

Er springt immer höher und höher.
Diesmal landet er nicht im Wasser,
er sprang zu hoch.

Ich gehe zu ihm und werfe ihn zurück in das kühle Nass.
Das Wasser verfärbt sich blau und ich gehe erfreut weiter.
Ich höre den Fisch noch lange springen.

Ich gehe weiter durch mein Leben.

An einem Baum halte ich an.
Schwarze Wolken umgeben ihn.
Ich beobachte einen kleinen Vogel,
wie er fröhlich zwitschernd im Nest tollt.

Er tollt immer wilder und wilder.
Diesmal fiel er aus dem Nest,
er war zu wild.

Ich klettere den Baum hinauf und setze ihn zurück ins warme Nest.
Die Wolken werden weiß und ich gehe glücklich weiter.
Ich höre den Vogel noch lange zwitschern.

Ich gehe weiter durch mein Leben.

Ich gehe immer weiter.
Um mich herum wird es schwarze Nacht.
Ich beobachte mich selbst, wie ich glücklich weiterlaufe.

Ich laufe immer weiter und weiter.
Diesmal falle ich in eine Schlucht,
ich lief zu weit.

Keiner kommt zu mir und zieht mich heraus.
Es bleibt auf immer schwarze Nacht und ich kann nicht mehr weiter.

Ich höre mich noch lange schreien.
Warum hilft mir keiner????

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